Was Supervision sein kann:

In der Supervision stelle ich Fragen zu Praxissituationen, über die Fragen erreichen wir einen Dialog, welcher uns eine notwedige Distanzierung ermöglicht, und über das  gemeinsame exzentrische Draufschauen ermöglichen wir einen Perspektivenwechsel. Damit werden Sie Konfliktlösungsszenarien entwickeln, und berufliche Herausforderungen konstruktiv und ressourcenschonend bewältigen.

Ich möchte hier eine, für mich, sehr stimmige Antwort von H. Petzold zusammenfassen, über die drei Dimensionen des integrativen Supervisionsverständnisses:

Supervision als Sozialwissenschaft ist kritisch und anwendungsbezogen und beschäftigt sich mit Bedingungen und Formen professionellen Handelns und seiner Beeinflussung durch Theoriebildung, Forschung und Methodenentwicklung. Sie hat eine engagierte psychosoziale Praxeologie zur Verbesserung der Effektivität von Praxis (z.B. Sozialer Arbeit und Hilfeleistung) entwickelt und eine intersubjektive Grundhaltung zur Optimierung von zwischenmenschlichen Interaktionen und Kommunikation in beruflichen Feldern.  Dies geschieht über Beratung, Begleitung, kollegiale Reflexion, Weiterbildung unter Verwendung vielfältiger Interventionsmethoden. Ziele  des Supervisionsprozesses sind Überschau, Klärung, Entlastung, Qualifizierung und Kreativierung.

Supervision arbeitet in plural vernetzten Systemen, als Systemsupervision. Supervision verwendet Wissensbestände aus den Human-, Organisations- und Sozialwissenschaften als Referenztheorien um Organisationen und Institutionen zu beraten und zu beobachten und in Ko-respondenz mit den Beteiligten zu beobachten und zu reflektieren. Ziel ist es die vielschichtigen Zusammenhänge in Organisationen zu verstehen und zukünftiges Handeln strukturiert zu planen.

Ebenso ist Supervision eine philosophisch fundierte und politische engagierte Interventionsdisziplin zur Gestaltung persönlicher, zwischenmenschlicher und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Aus dieser Haltung wird das Leben als Prozess im ständigen Wandel verstanden. Synergie entsteht über Zusammenschau und Vernetzung. Ausgegangen wird von der Fähigkeit des Menschen sich selbst zu erkennen und vernünftig zu handeln. Supervision erfolgt solidarisch gemeinsam im Ko-respondieren über das Wahrgenommen. Dadurch eröffnen sich neue Handlungsperspektiven und eine Verbesserung des Gemeinwohls wird erreicht. (vgl. Petzold H. Integrative Supervision, Meta Consulting, Organisationsentwicklung, 2. Aufl. 2007, Verlag für Sozialwissenschaften 10 – 13)