Methode

Aus meiner (gruppentherapeutischen) Grundhaltung heraus begreife ich den Menschen als individuelles und soziales Wesen. Das heißt laut K.Lewin ist der Mensch immer auch Teil von sozialen Kollektiven. Dies bedeutet demgemäß, dass wir eine Begrenzung unserer persönlichen Handlungsfreiheit voraussetzen müssen. Diese Einschränkungen erfolgen oft unmerklich, und ergeben sich aus biografischen und aktuellen Lebenserfahrungen. Ich gehe davon aus, dass über Reflektieren und Verstehen aus einer exzentrischen Position, eine persönliche Entwicklung geschehen kann und festgelegte Handlungsmuster und Denkansätze neu gestaltet und weiterentwickelt werden können.

Wie der integrative Ansatz impliziert ist mein Blick auf ihr Anliegen intersubjektiv, mehrperspektivisch und ganzheitlich. Ich beachte das Thema (um was es geht), die Beziehung (wer ist involviert) und den Kontext (Historie, Ökologie, System).

Zur methodischen Anwendung kommen, ergänzend zum supervisorischen sprachlichen Dialog Imaginationsübungen, Rollenspiele und auch kreative Materialmedien. Manchmal erschließen sich aus deren Verwendung neue, bisher unbekannte Denk- und Handlungsmuster.

Ich beschränke meine supervisiorische Tätigkeit bewusst nicht nur auf spezielle, (mir sehr vertraute) Berufsfelder. Ich stelle Fragen – naiv und manchmal unerwartet, in der Insititution oft lange nicht gestellt – weil allen klar, vielleicht auch tabuisiert. Dadurch gebe ich Denkanstöße, hinterfrage Strukturen und eröffne neue Sichtweisen. Daraus können neue Lösungen entstehen.