In der Gruppentherapie beschäftigen wir uns miteinander. Es geht nicht vorrangig darum detailliert zu erfahren welche Lebensgeschichten die einzelnen TeilnehmerInnen mitbringen. Es ist auch von Ihnen nicht gefordert Ihre gesamte Geschichte in der Gruppe zu erzählen. Wir beschäftigen uns mit der Beziehung unter den GruppenteilnehmerInnen im „Hier und Jetzt“.

Jedes Gruppenmitglied bringt die eigene Sozialisationsgeschichte mit, und gestaltet vor Ort damit die Beziehungen. Natürlich kann es im Laufe der Zeit interessant werden wo welche Verhaltensmuster in der eigenen Entwicklungsgeschichte gelernt wurden. Im Lauf der Therapie werden Sie Gelegenheit haben ihre Geschichte zu erzählen wenn es notwendig wird, damit auch die anderen Gruppenmitglieder Sie und ihre Verhaltensmuster besser verstehen. Dies geschieht ohne Druck und Zwang. Sie bestimmen das Tempo.

Es geht im ersten Schritt darum Vertrauen zueinander aufzubauen, wie sie dies tun hat eine umfassende Bedeutung für ihr gesamtes Leben. Es geht darum Nähe herzustellen und Distanz zu schaffen. Sich Freiräume für das eigene Anliegen zu nehmen, und den anderen Mitgliedern Raum zu geben. Sie können in der Gruppe nachspüren was sie gerade brauchen und von wem, und dies dann auch aussprechen. Im geschützten Rahmen der Gruppe könnten Sie ganz neue Verhaltensmuster in ihrer Auswirkung ausprobieren.

Sie werden erfahren was es bedeutet Entwicklungsschritte gemeinsam zu machen, sich gegenseitig dabei zu unterstützen und sich mit den anderen Gruppenmitgliedern gemeinsam über die eigenen und die Erfolge anderer zu freuen.

Natürlich gibt es in Gruppen unterschiedliche Standpunkte. Aber es besteht die Möglichkeit an den daraus entstehenden Auseinandersetzungen zu wachsen und zu lernen.